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Ballinasloe

Die Tinkerquadrille des Nordens
anual international
Horsefair and Show 2006


Irland ist eine Reise wert


Am 29. Oktober war es soweit, unsere Reise zum ältesten und vielleicht auch grössten Pferdemarkt Europas begann.

Morgens um sechs starteten wir, Rainer, Heike, Lilian und ich, mit dem Auto in Richtung Hahn und kamen pünktlich am Flughafen an. Das Gepäck wurde aufgegeben und auch der Sicherheitscheck verlief reibungslos.

Der Flug dauerte 2 Stunden, aber wegen der Zeitverschiebung dann doch nur eine. ;O)

Kerry ist ein kleiner, überschaubarer Flughafen und bis wir unser Gepäck hatten, war Rainer schon erfolgreich beim Mietauto reservieren. Noch bevor der ganze Pulk von Menschen bei der Autovermietung anstand, waren wir bereits dabei das Auto zu beladen, das Abenteuer konnte nun beginnen.


Linksverkehr ist so eine Sache, man gewöhnt sich schnell daran, aber sobald man einen Kreisel befährt, sieht das Ganze wieder anders aus, aber Rainer als souveräner Fahrer hatte alles im Griff.


Unsere erste Station war Killarney, etwas Shoppen, das Nötigste, was man so braucht. Cola, Essigchips, Sandwich und Ingwerkekse, das ein oder andere Souvenir.

Damit wir auch was kulturelles zu Gesicht bekamen zeigten uns Heike und Rainer Muckross House & Garden, Irlands meistbesuchte Attraktion und Heikes späterer Altersruhesitz. Ein im viktorianischen Stil (1843) erbautes Herrschaftshaus inmitten des Killarney National Park.


Bereits dort kommt man mit Pferden in Kontakt. Piebalds ziehen die Touristen in Kutschen durch den Park.


Angeschlossen sind die Muckross Traditional Farms, die wie in den 30 er Jahren, ihre landwirtschaftliche Arbeit verrichten.


Die Strassen in Irland sind recht eng und kurvig und zum Teil auch noch hügelig und solche befuhren wir bis nach Bendon, dem Entdeckungsort von Merlin Lord of Bendon, der Deckhengst von Familie Fuchs.


Hier treffen wir Michael, einen alten Pferdehändler. Zuerst dürfen wir seine Pferde anschauen und staunen nicht schlecht über so viele und hübsche Tinkerlein,...sorry Piebalds.

Eine Stute hat es uns besonders angetan, 4 Jahre alt, roh, tragend und einfach eine Wuchtbrumme.


Sie hatte es auf meine Tasche abgesehen und folgte mir auf Schritt und Tritt.

Nach dem Besuch auf der Weide wurden wir stilecht irisch verpflegt. Zuerst ein Guinness, Toast, Butter und Schinken und anschliessend einen guten irischen Schwarztee.....und wer will, mit Milch.

Die Wettervorhersage im Fernsehen vermochte nichts Gutes für die Fair, starker Regen und Michael meinte, das mache die Preise kaputt. Nach einem ausführlichen Gespräch über Piebalds, deren Preise und die Fair verliessen wir Michael und fuhren unserer ersten Übernachtung entgegen.


http://www.oldtrainhouse.com/


Ein tolles B&B, wo Heike und Rainer nicht unbekannt waren.

Es wurde sich noch ein Tee auf den Zimmern gekocht und schnell ins Bett gegangen, wir waren todmüde.



Der Morgen des 30. Septmbers begann mit einem irischen Frühstück. Cerealien, Orangensaft, Schwarztee, Milch und Fried Egg mit Bacon und Sausage, was für eine Zusammenstellung. Zum Glück konnte ich Rührei ohne Schinken bekommen.


Gut gesättigt und gespannt auf den kommenden Tag fuhren wir los zu Caroline Neuenschwander

, nach

oFermoy Co. Cork, einer Züchterin von Piebalds und Drumhorses, die vor 7 Jahren aus der Schweiz nach Irland kam.

Als wir ankamen schüttete es aus Kübeln...das verhiess ja gutes!!


Caroline züchtet nicht nur, sie nimmt auch Fohlen auf, die sie dann aufzieht und später verkauft.


Auf der Stutenweide waren imposante Tiere zu besichtigen


Auch auf der Jungpferdeweide waren tolle Pferde zu begutachten.


Carolins Hengst hatte an diesem Tag eine ganz eigene Frisur, lauter Kletten durchzogen seinen Schopf.


Nach einem Tee und aufwärmen im Haus machten wir uns weiter auf dem Weg, zuerst die Koffer an unserer nächsten B&B abladen und dann direkt nach Ballinasloe Co. Galway um uns die Ankunft der ersten Händler anzusehen.

Viel war noch nicht los und so tigerten wir auf dem Fair Green herum und durch das Städtchen Ballinasloe.


Hier trafen wir wieder auf Michael, der uns noch zu einer Runde Guinness einlud.

Anschliessend suchten wir unsere B&B auf um ausgeschlafen, um den neuen Tag auf der Fair zu geniessen.


Wieder gab es am Sonntag, den 1. Oktober ein irisches Frühstück und unsere Vermieterin fragte: Did you enjoy the rain yesterday??.....Klar haben wir!


Aber die Wettervorhersage hatte nur zum Teil zugetroffen, der Regen kam nur am Samstag und am Sonntag war blauer Himmel, Sonnenschein und ein paar Wolken! Was will man mehr! Sogar das Wetter hatte ein Einsehen mit uns!!


Ab zur Fair!! Und so leer es am Samstagabend noch war, umso voller war es am Sonntagmorgen. Der ganze Platz war voll mit Pferden und Menschen.

Und das war nur der Anfang.

So drehten wir Runde um Runde auf der Fair, durch die Stadt an den Verkaufsständen entlang und entdeckten immer wieder Neues.

Da wurden Händler getroffen


Grosse Pferde entdeckt

Und es wurde voller und voller.

Pferde wurden gewaschen und zu Recht gemacht


Haarige Pferde wo man hinschaute


Und dann trafen wir uns mit den Tinkerfreunden Mittelhessen, leider hat Petra (celticrider) unseren Treffpunkt nicht gefunden und so mussten wir sie abholen gehen. Durch das Getümmel der Fair war kein gutes Durchkommen mehr und so haben wir die Tinkerfreunde leider aus den Augen verloren. Als wir am Treffpunkt ankamen, waren sie leider nicht mehr da.

Rainer's 4 Mädels..;O)




Und die Fair wurde


voller und voller. Es kam zu einer Rekordbesucherzahl von 85000 Leuten am Sonntag, sogar 21 Festnahmen hat es gegeben, wie gut wurden wir nicht weggesperrt.


Und nicht nur schöne Pferde hatte es an der Fair......



Rainer hatte ein besonderes Fabel für: Pink und Frauen in kurzen Hosen, bauchfrei. Und das bei 14 Grad.



Der Tag ging schnell rum und wurde mit einem zünftigen Guinness beendet. Leider war es so voll in der Stadt, dass wir ziemlich bald unsere B&B aufsuchten.


Auch am Montag den 2. Oktober herrschte schönes Herbstwetter und so machten wir uns wieder früh auf, um die Fair zu besuchen.

Auch heute war ein grosser Andrang, sowohl auf den Strassen Als auch auf der Fair Green und wieder waren hübsche Pferde zu sehen.


Coolness pur, eine ganze Herde durch den Morgenverkehr. Die Autofahrer nehmen schon Rücksicht...und so war es auch.


Von denen hätte man das Ein oder Andere gerne in den Koffer gesteckt.

Wir hätten sicher einen ganzen LKW beladen können mit schönen Pferden.

Die Preise der Piebalds sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Uns wurde von einer Stute berichtet, die mit 45000 Euro angeboten und bis auf 28000 Euro runtergehandelt wurde. Aber auch das ist ein stolzer Preis! Der eine Händler meinte, er hätte eine Stute für 30000 Euro gekauft.

Natürlich hat man auch von Preisen zwischen 2000 bis 7000 Euro gehört, aber dass man ein Pferd für 900 Euro kaufen kann auf der Fair, wenn man nur ein bissel Verhandlungsgeschick hat, das halte ich für ein Gerücht. Es sei denn ein Schalchtpreis.


Eingekehrt zum Mittag, es gab Tee mit Chips und Appletarte. Hmmmm köstlich.

Natürlich gab es auf der Fair auch die berittene Polizei.


Pferde mit einem riesigen Gemüt und Coolness pur.


Noch schnell ein paar Sachen gekauft auf der Fair......eine schöne Leuchtjacke zum Reiten.

Und schon war der Tag wieder beendet, ausklingen liessen wir diesen schönen und eindrücklichen Tag in einem Pub mit dem obligatorischen Guinness.


Lilian, Heike und ich.


Am Dienstagmorgen, den 3. Oktober fuhren wir nach dem irischen Frühstück noch geschwinde die letzten Mitbringsel kaufen und schon ging es ab zum Flughafen.


Und was meint ihr mit was wir uns von Heike und Rainer verabschiedet haben?????

Na klar...mit einem Guinness

Heike und Rainer blieben noch zwei weitere Tage auf der "Grünen Insel".

Ich war sicher nicht das Letzte Mal in Irland! Ich komme wieder!!! Keine Frage!!!


Zusammenfassend:


Irland und der Besuch der Fair ist unbedingt ein Muss! Die Tiere auf der Fair waren mit ein paar Ausnahmen durchaus gut genährt und gepflegt. Leider ist immer noch die Hufpflege ein grosses Manko und jeder der die Tiere mit ihren schlechten Hufen gesehen hat, wird sich wundern, dass sie laufen ohne zu lahmen. Ich rege mich bereits wegen eines kleinen Risses im Huf auf.

Was auch zu beanstanden ist, dass der Umgang mit den Tieren ein ganz anderer ist, als den wir gewohnt sind.

Da herrschen teilweise rauhe Sitten, Fohlen werden abrupt von ihrem Müttern getrennt, lautes Rufen tönt über den Platz.

Ist ein Pferd abgehauen und findet sich nicht mehr zurecht, will zu anderen Pferden Kontakt aufnehmen, werden sie von dessen Besitzer kurz entschlossen mit dessen Stock weg geschlagen.

Will ein Fohlen nicht einsteigen, dann bekommt es einen Tritt und wird unsanft auf den Hänger befördert.

A




Auch die Trabrennen auf einer betonierten Bahn, hin und her......ewige Zeiten, bis die Pferde schweissnass sind, sind nicht das Gelbe vom Ei.

Ein Fohlen, höchstens ein Jahr alt, mit Hufeisen drauf, wurde geritten.


Aber von diesen wenigen negativen Eindrücken abgesehen, denn Viele wissen um den Wert ihrer Tiere,.....Irland und die Fair in Ballinasloe ist eine Reise wert! Schade waren die Tage so schnell verflogen.

An dieser Stelle möchte ich Heike und Rainer nochmals herzlich danken, dass Lilian und ich mitkommen durften und wir so von den Erfahrungen der Beiden in Irland profitieren konnten. Wir haben Sachen gesehen, die hätten wir so nie mitbekommen. Herzlichen Dank!!!!!!

claudia