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Wurmkuren

Wurmkuren

Irland


Gleich vorweg:
Einen Plan für Wurmkuren kann man nicht erstellen, wie z.B. einen Impfplan!

Symptome von Verwurmung:
Leistungs- oder Gewichtsverlust

Folgen von dauerhaften Verwurmung:
Je nach Grad und Dauer der Verwurmung kann es zu einer Dauerschädigung von inneren Organen, sowie Koliken bis hin zum Darmverschluss kommen. Starke Verwurmungen enden mitunter tödlich.

Was ist zu tun?
Das Sicherste wäre, stets zuerst eine Kotprobe von jedem Pferd zum Tierarzt zu bringen, daraufhin die gezielt aufgefundenen Würmer zu bekämpfen. Das ist aber eine kostspielige Angelegenheit und wurmfreie Pferde gibt es ja sowieso nicht.
Am allerwichtigsten bleibt daher, jedes Pferd 4x im Jahr mit einem stets anderen Präparat zu entwurmen, um möglichst viele Würmer zu erwischen.
Die letzte Wurmkur im Jahr bleibt als einzige Ausnahme die Gleiche, wegen der sogenannten "Dasselfliege". Sie sollte immer zwischen Oktober und Mitte Dezember gegeben werden.

Die erste Wurmkur sollte auf alle Fälle vor der Weidesaison erfolgen!
Also, Wurmkur im:
März / Juni / September / Oktober - Dezember !Bleibt noch zu empfehlen, die Wurmkur vor einer fälligen Impfung zu geben und immer alle Pferde einer Herde gleichzeitig zu behandeln!

Was gibt es auf der Weide zu beachten?eine gute Weidehygiene ist die halbe Miete! Kot absammeln Geilstellen ausmähen Eine Zufütterung der Pferde auf kontaminiertem Boden vermeiden (evtl. Futterraufe bzw. -trog benutzen). Permanente Tränken (z.B. fest installierte Tränken auf der Weide) regelmäßig reinigen. keinen Pferdemist auf die Weiden ausbringen oder diesen zumindest heiß verrotten, wenn möglich Besatzdichte anpassen (für ganzjährig ganztägigen Auslauf sind 5000 m2; zu rechnen!).

Weitere wichtige Punkte zum Weidemanagment:
>
Vermeide einen Überbesatz der Weiden (2 ha pro Pferd). Ein Überbesatz zwingt Pferde, auf den mit Kothaufen besetzten und damit stark kontaminierten Weideabschnitten zu grasen.
> Pferde, die gemeinsam auf einer Weide gehalten werden, sollten gemeinsam entwurmt werden.
> Umtriebsweiden verwenden: Pferde nach Möglichkeit alle 3 Monate auf einem neuen Weidestück grasen lassen. Vor dem Umtrieb Pferde entwurmen.
> Die Pferde nach Altersgruppen getrennt weiden lassen, v.a. Pferde unter 2 Jahren sind besonders anfällig gegenüber Parasiten.
> Wöchentlich 2mal die Kothaufen von den Weiden einsammeln zur Reduzierung der Anzahl ansteckungsfähiger Larven auf den Weiden.
> Wechselbeweidung mit Schafen oder Rindern zur Reduktion der Kontamination der Weiden mit Larven der großen und kleinen Strongyliden.
> Gemeinsame Haltung von Eseln und Pferden vermeiden, um die Gefahr der Ansteckung mit dem Lungenwurm zu reduzieren.

Aileen & Sammy

Sammy ist inzwischen zu einem prächtigen Burschen herangewachsen und gehört Andrea

Zu beachten gilt:
Wenn die Wurmkuren gegeben werden, ist die Box immer 72 Stunden nach Gabe der Wurmkur komplett zu entmisten. Wer besonders gründlich sein will, kann sie auch noch desinfizieren (ist in regelmäßigen Abständen ohnehin nicht verkehrt). Mit dieser Entmistungsaktion soll verhindert werden, dass die Pferde über das alte, kontaminierte Stroh wieder Wurmeier bzw. Larven aufnehmen.

Beachte: Fohlen/Stuten:
Fohlen sollten ab dem 10. Lebenstag alle 3 Wochen bis zum 6. Lebensmonat entwurmt werden. Danach sollte alle 6-8 Wochen im darauffolgendem Halbjahr eine Entwurmung stattfinden.
Mutterstuten sollten aufgrund der Zwergfadenwürmer, die sich im Euter befinden und mit der Milch übertragen werden (Galaktogen), nicht in den im letzten Monat vor der Geburt entwurmt werden, da es dadurch zu einer erhöhten Ausscheidung kommt. Empfehlenswert ist daher bis zu 6 Wochen vor der Geburt eine Entwurmung vorzunehmen.
Hat ein Pferd Probleme mit der Verdauung, oder es wird trotz reichlich Futter mager, wird jeder Tierarzt sowieso erst nach den Zähnen schauen und wenn diese in Ordnung sind, eine Kotprobe untersuchen. Es ist nicht ratsam, über die 4 Wurmkuren hinaus, wahllos weitere Wurmkuren zu verabreichen!
Danke, Jürgen und Bronco!

Kotprobe