Anweiden
Anweiden - aber bitte langsam!
Endlich ist es so weit: die Weidesaison hat begonnen. Um dem Pferd die Umstellung vom rohfaserreichen Winterfutter auf die rohfaserarme Grasfütterung zu erleichtern, sollte man unbedingt einige Punkte zu Beginn der Weidezeit beachten:
Grundsätze zum Anweiden
- Bitte die Pferde langsam anweiden. In der ersten Woche reichen täglich 10-15 Minuten, in der zweiten Woche bis zu 30 Minuten, in der dritten Woche ca. eine Stunde und danach stundenweise Weidegang
- Vor dem Weidegang sollte das Pferd genügen Heu gefressen haben. Warum? Somit ist es satt und stürzt sich nicht auf das leckere Grün. Verdauungsschwierigkeiten können so vermieden werden.
- Vor dem Weidegang kein Kraftfutter füttern, da sonst gefährliche Futtergärungen im Pferdekörper stattfinden können.
- Da das junge Gras rohfaserarm ist, hat sich eine Zufütterung von Stroh/Heu als notwendig erwiesen.
- Treten Schwierigkeiten wie breiiger Kot, oder gar Durchfall auf, sollte der Weidegang reduziert und auf rohfaserreiche Zusatzfütterung (Raufutter) geachtet werden.
- Mineralfutter ist auch während der Weidesaison notwendig.
- Ein Salzleckstein gehört generell auf die Weide, da das Gras natriumarm ist.
- Übergewichtige Pferde sollten nur eingeschränkt Weidegang haben. Am sinnvollsten ist die Weidezeit zu splitten, z.B. drei Stunden vormittags und drei Stunden nachmittags. Dazwischen Stroh zum knabbern anbieten.
- Eine weiter Alternative für übergewichtige Pferde/Rehepferde: der Greenguard.


