Interaktiv Spezial Bodenarbeit Zirkus Reiten/Fahren Zucht Gesundheit/Haltung Mix
Startseite Gesundheit/Haltung Richtige Pferdefütterung Saftfutter

Gesundheit/Haltung


Pferdekrankheiten Pferdehaltung Richtige Pferdefütterung Medizin

Grundlagen Fütterung Fütterungsfakten Saftfutter Anweiden



Buchtipps Pferdesachen bei eBay Inhaltsverzeichnis Werbung Tinkerwelt Impressum Haftungsauschluß

Saftfutter

Vitaminbomben für das Pferd

Vtaminbomben

... ein Gaumenschmaus!

Genau wie wir, schätzen es Pferde in der kalten Winterzeit mit einem besonderen Gaumenschmaus verwöhnt zu werden. Gerade diese Jahreszeit fordert eine Höchstleistung vom tierischen Organismus, der mit dem Fellwechsel beschäftigt ist und bei kalten Temperaturen viel Energie für die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur benötigt. Häufig ist ein nachlassender Appetitt und Konditionsverlust die Folge.

Dies muß nicht sein! Genau wie wir schätzen auch unsere Vierbeiner eine abwechslungsreiche Kost, die ihnen hilft, den Herbst und Winter gesund zu überbrücken.
Saftfutter, dazu gehört Gras, Mash und Karotten, Äpfel etc. können den Organismus dabei unterstützen.

Mash
- eine abwechslungsreiche, warme Mahlzeit wird deshalb auch von unseren Pferden in den Wintermonaten geschätzt. Mash dient nicht nur der Entschlackungs- und Aufbaudiät, es wirkt ebenso darmregulierend (bei Durchfall etc.) und appetittanregend. Mash ist zusätzlich sehr reich an Phosphor - bitte die Gabe des Mineralfutters darauf abstimmen!

Warum also nicht ab und zu eine leckere Mashmahlzeit servieren?

Hier einige Mash-Rezepte:

Original Mash

Bitte alles zusammenrühren und anschließend mit 4-5 Liter kochendem Wasser übergiessen. Rühren und an einem warmen Ort quellen lassen (ca. 2 Std.). Wenn das Futter handwarm ist, bitte erneut umrühren. Anschließen alles verfüttern oder die Reste wegwerfen!
Bitte nichts aufheben, da sonst Gärungsprozesse einsetzen, die zu Kolik und weiteren Problemen führen könnten.

Mash für ein glänzendes Fell

Kochen Sie den aufgequollenen Leinsamen in einem großen Topf mit mindestens 3 l Wasser auf. Lassen Sie das Wasser mehrmals aufwallen. Dann Topf vom Herd nehmen.
Die anderen Zutaten bis auf den Lebertran, bzw. das Öl untermengen und gut quellen lassen .
Sobald das Gericht lauwarm ist , das Öl bzw. den Lebertran untermischen und gleich verfüttern.
Auch hier wieder keine Reste aufheben!

Bei Pferden die Probleme mit Husten oder Atemwegen haben, kann man dem Mash anstatt des Öls zum Schluss auch Hustenkräuter wie Brennnessel, Anis, Spitzwegerich oder Salbei zugeben. Ebenso ist Honig ist ein beliebtes Zusatzmittel.

Saftiges

Saftige Leckereien

Neben dem normalen Futter wie Heu, Stroh, Kraftfutter und Hafer schätzen unsere Pferde natürlich auch Leckereien wie Äpfel, Bananen, Karotten und Rüben.

Selbverständlich sollten sie in Maßen gefüttert werden. In welchen Maßen seht ihr hier (Mengenangaben gelten für ein normales, gesundes Reitpferd von 500-600 kg, bei Ponies und Kleinpferden entsprechend weniger):

Äpfel

Äpfel

Zur Belohnung gut geeignet!

Apfel sind gesund und schmecken den Pferden vorzüglich. Sie enthalten wichtige Vitamine, Mineralstoffe und sind kalorienarm. In kleinen Mengen wirken Äpfel Stoffwechselfördernd.

Nichts desto trotz sollten Äpfel nicht in größeren Mengen verfüttert werden, da sie sonst zu Durchfall und Koliken führen könnten. Sie sind aber durchaus gut als Belohnungsfutter geeignet.


Rüben

Rüben

ein beliebtes Saftfutter

Rüben sind ideale Saftfutterarten:

Mohrrüben, Futterrüben, Zuckerrüben und rote Beete. Alle haben einen extrem hohen Wassergehalt und viele Kohlehydrate. Mohrrüben beinhalten auch das wichtige Carotin. Zuckerrüben liefern dem Organismus schnell Energie, da der Zuckergehalt rasch aufgenommen werden kann.

Mohrrüben, Zuckerrüben und Futterrüben können von der Erde gesäubert, ganz oder in Stücke geschnitten unter das tägliche Futter gemischt werden. Ein Schälen ist hierbei nicht notwendig!

Mohrrüben enthalten viel ß-Carotin, welches im Sommer über im normalen Grünfutter gefunden wird, aber im Winter zugefüttert werden sollte. Übrigens: das ß-Carotin kann seine Wirkung nur in Verbindung mit Öl entfalten. Deshalb immer einen Schuß Öl (z.B. Sonnenblumenöl) den Karotten beimengen!
Hinweis: Unterkühlte oder gefrorene Möhren können zu Durchfall führen!

Rote Beete
schmeckt den Vierbeiner auch meist sehr gut.
Aber bitte nicht über das rot eingefärbte Maul erschrecken, wenn das Pferd die Beete genussvoll verzehrt! Allerdings: "Probieren geht über studieren" => nicht jedes Pferd mag die rote Vitaminbombe!

Rüben kann man auch als sog. Trockenschnitzel kaufen. Diese müssen eingeweicht werden und etwa 12 Stunden vollständig quellen bis sie verfüttert werden können (Trockenschnitzel quellen in dieser Zeit um das 5-10 fache Volumen!). Bitte nicht zuviel Wasser zugeben, so daß der Zuckergehalt schließlich noch gut konzentriert ist und das Ganze nicht zu wässerig wird.

Der Einweichvorgang ist beendet, wenn man die Schnitzel zwischen den Fingern zerdrücken kann und keinen harten Kerm mehr spürt. Trockenschnitzel sind rohfaserreich und eiweißarm. Sie schmecken sehr süß und sind deshalb hervorragend zur Verabreichung von Medikamenten geeignet, da sie einen hohen Eigengeschmack haben!

Hinweis: Bitte die Schnitzel trocken lagern! Trockenschnitzel müssen mindestens mit der 4- besser 5 fachen Menge Wasser mindestens 12 Stunden lang eingeweicht werden, damit sie vollständig ausquellen können, sonst setzt sich der Quellvorgang in Schlund und Magen fort. Dies kann zu Schlundverstopfungen, Koliken oder Magenrissen führen!

Bananen

Bananen

Lecker für's Pferd - aber bitte Schale entfernen!

Bei vielen Pferden ist die süßschmeckende Frucht äußerst beliebt. Mit etwas Glück kann man an Bananen auch recht günstig herankommen. Viele Supermärkte (außer Aldi) bieten Bananen, die sich bereits braun verfärben, günstig oder gar kostenlos an.

Bananen können generell in Maßen gefüttert werden. Die Schale jedoch sollte entfernt werden,sie ist an sich nicht giftig, aber in unseren Breitengraden enthält sie häufig Pestizide und ist somit gesundheitsschädlich.

Zu beachten!

Lagerung
Wenn man Rüben einlagern, bitte darauf achten, dies frostfrei zu tun. Auf Grund des hohen Wassergehaltes sind die Rüben frostempfindlich und nach dem Auftauen sind die Zellen zerstört. Zusätzlich finden sich dann oft Fäulnisbakterien in der Frucht.

Energiebedarf
Wenn man Trockenschnitzel, Zuckerrüben usw. zufüttert muss ggf. anderes Kraftfutter reduziert werden, um den Energiehaushalt nicht zu stark durcheinander zu bringen.

Kleinschneiden
Vom Kleinschneiden des Saftfutters wird meist abgeraten. Warum? Die Pferde schlingen häufig das Futter im Ganzen hinunter und riskieren somit eine Kolik, darüber hinaus dient das Zerkleinern des Futters als Beschäftigung.

_______________________________________________________________