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Kastration beim Hengst

Der häufigste Eingriff beim Pferd

Nicht jeder Hengst

ist zur Zucht geeignet. Falls dies nicht erwünscht ist, steht eine Kastration an.


Hengste werden aus unterschiedlichen Gründen kastriert: weil sie ungeeignet für die Zucht sind und somit eine weitere Vermehrung ausschließen möchte, oder weil ein hengsttypisches Verhalten unterbunden werden soll. Das kastrierte Pferd (=Wallach) ist wesentlich umgänglicher und leichter zu händeln.

Wie verändert sich der kastrierte Hengst?

Durch die Kastration wird eine starke Veränderung des Exterieurs ausgelöst. Werden Pferde frühzeitig kastriert erreichen Sie in der Regel nicht das Erscheinungsbild, die Masse und die Ausstrahlung, wie sie bei den Hengsten geschätzt wird. Der Muskelaufbau ist bei einem Wallach weniger stark ausgeprägt. Ebenso werden Wallache meist größer, da sich die Wachstumsfugen bei den kastrierten Tieren später als bei den nichtkastrierten Tieren (Hengsten) schließen.

Welche Methoden gibt es?

Für den Eingriff der Kastration kann man unterschiedliche Alterszeitpunkte nehmen. Für welche Methode man sich letzendlich enscheidet, sollte man nach ausgiebiger Information über die Risiken des Eingriffes, entscheiden. Es gibt keinesfalls die "einzig richtige" Methode, denn in der Medizin hat jede Methode seine Vor- und Nachteile.

Kastrationsmethoden:

Bei der unbedeckten Methode wird der Hodensack mit all seinen Schichten bis hin auf den Hoden eröffnet, während bei der bedeckten Methode der Hoden noch von einer dünnen Gewebeschicht (Tunica vaginalis) ummantelt bleibt. Bei der bedeckten Methode besteht kein freier Zuganz zur Bauchhöhle, dadurch werden bestimmte Vorfälle durch den völlig eröffneten Hodensack ausgeschlossen.

Unbedeckte Methode bei jungen Hengsten

Bei jüngeren Pferden zwischen 2 und 3 Jahren wird meist im Stehen und mit unbedeckter Methode kastriert. Sie ist preislich auch günstiger. Nach einer Beruhigungsspritze und einer lokalen Betäubung werden die Hoden des Hengstes mit zwei ca. 10cm großen Schnitten freigelegt , mit einer Faßzange gegriffen und durch eine spezielle Kastrationszange abgetrennt. Die Kastrationszangen drücken zu- und abführende Blutgefäße ab, wobei Nachblutungen weitgehend verhindert werden können. Ebenso bleibt eine ausreichend große Öffnung des Hodensackes, damit das Sekret anschließend ablaufen kann.

Vorteile unbedeckter Kastration:

Nachteile der unbedeckten Kastration:

Bedeckte Methode bei Hengsten ab 3 Jahren

Ist der Hengst erst einmal 3 jahre und älter, entscheiden sich die meisten Besitzer und Tierärzte für die bedeckte Kastration in Vollnarkose. Dieser Eingriff findet unter sehr sterilen Bedingungen in der Klinik, oder unter "Stallbedingungen" in einer Box, oder auf einer Wiese statt. Hierbei wird der Hodensack des Pferdes nicht vollständig geöffnet.

Vorteile der bedeckten Kastration:

Nachteile einer bedeckten Kastration:

Mögliche Komplikationen bei beiden Methoden:

Bei beiden Methoden (bedeckte & unbedeckte kastration) kann eine Infektion des durchtrennten Samenstranges zu einer Entzündung führen. Die Folge wäre eine sogenannte Samenstangfistel. Eine erneuter Eingriff in Vollnarkose ist dann meist von Nöten. Dort wird anschließend der entzündete und eiternde Samenstrang entfernt.