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Das richtige Führen

Jürgen mit Bronco

Wofür ist korrektes Führen gut?:
Sicherheit und problemloser Umgang miteinander im Alltag, Förderung von Disziplin, Gehorsam und Geduld. Förderung des Vertrauensverhältnisses zwischen Pferd und Reiter. Geklärte Dominanz zwischen Mensch und Tier, keine gefährlichen "Machtkämpfe" am Führstrick.
Was benötigt man?:
Ein stabiles gut sitzendes Halfter, Führstrick, lange Gerte (ca. 1,20 m), eventuell auch Führkette

Wie geht man vor?

Im Grunde genommen, fängt das Führtraining bereits beim Saugfohlen an. Ab ca. einem Jahr kann man dann auch einen Positionswechsel beim Führen einnehmen. Ebenso ist das Pferd nun alt genug, um mit ihm eine gewisse Zeit ohne Mutter spazieren zu gehen oder es über einfache Bodenhindernisse hinwegzuführen ( was man ja ganz toll mit einem schönen Spaziergang in der Natur verbinden kann!).
Zu beachten gilt, dass man beim beginnenden Führtraining das junge Pferd am besten neben sich gehen lässt, der Hals ist etwa auf Schulterhöhe des Reiters. Dies gewährleistet größtmögliche Kontrolle über das Tier.
Diese Position ist für das Pferd gar nicht so einfach einzunehmen, da im Herdenverband ein "nebeneinander - her - laufen", oder gar neben dem ranghöheren Tier - nicht nur unüblich, sondern vielmehr gefährlich wäre, da das Alphatier natürlich blitzschnell seine Position verteidigen würde und das andere Pferd mit Schlägen und Bissen traktieren würde! Deshalb müssen wir uns daran erinnern, dass diese Lektion des Führens eine ganz "neue" Lektion für die Kreatur Pferd ist - und alles Neue braucht Zeit, bis es gekonnt wird!
Um das Pferd auf dieser Position zu halten, brauchen wir die treibende und verhaltende Hilfen, für deren korrekten Einsatz die Gerte (als Verlängerung des Armes) erforderlich ist. Die Gerte wird benutzt um das Pferd, falls notwendig, "anzuschieben", also zu treiben.

Um das Pferd antreten zu lassen:

Zum Halten zu bringen, benutzt man synchron:

Beachte:

Je jünger das Pferd ist, desto schwieriger ist es für es auch korrekt neben seinem Menschen stehen zu bleiben und dann möglichst bewegungslos zu verharren. Deshalb mit einem jungen Pferd nur kurz üben, das heißt mit einem Jahr braucht das Pferd nicht länger als 10/15 Sekunden still stehen zu bleiben, aber diese Zeit muss es stehen und zwar mit Konsequenz!
Man kann das Pferd auch immer wieder mit der Gerte sanft Abstreichen, um die Konzentration zurückzuholen oder die Zeit zu verkürzen, auch das ist erlaubt. Aus diesen wenigen Sekunden des Verharrens können bis zum Einreiten dann mehrere Minuten werden, in denen das Pferd gelernt hat still und gelassen stehen zu bleiben.

Abschließend bleibt zu sagen, dass es natürlich ganz wichtig ist, dass das Pferd im Abstand zum Menschen läuft und dass man da auch Konsequenz walten lassen muss. Denn wer kann nicht erahnen, wie schmerzhaft es ist, wenn ein sich erschreckendes Pferd, das einem im Rücken folgt, plötzlich den Führenden über den Haufen springt! Deshalb: nicht nur im Verkehr gilt: "Abstand halten!" - auch für das junge Tier gehört das zur Lektion Nr. 1!