Das Körperband - "das verpackte Pferd"
Zugegeben, er sieht etwas merkwürdig aus, das „bandagierte Pferd“.
Dabei ist das Körperband eine wichtige und unerlässliche Hilfe bei den Tellington-Touch® Trainingseinheiten.
>>>Hier findet ihr ein paar einführende Infos zu Linda Tellington-Jones und ihrer TTEAM Arbeit
Ursprung
Ursprünglich entwickelt aus der Weltraumforschung, bei denen das Körperband zur
Stabilisierung der Astronauten im Schwebezustand bei ihren Weltraumflügen diente.
Es entwickelte sich weiter als wertvolles Hilfsmittel bei autistischen Kindern, Menschen mit Gleichgewichtsstörungen und letztendlich als stabilisierender und ausgleichender Faktor bei der Tellington Methode.
Positive Auswirkungen des Körperbandes
- Die Körperbandage vermittelt ein sicheres Gefühl
- Das Tier erspürt den eigenen Körper ("wo beginnt mein Körper, wo hört er auf")
- Pferde erspüren dadurch ihre hintere Körperhälfte klarer (Hinterhand)
- Es gewinnt dadurch ein besseres Selbstbild
- Folglich auch mehr Selbstkontrolle, Selbstsicherheit und Selbstvertrauen
- Es wird dadurch ruhiger, angstfreier und tritt häufig auch besser unter
Bei welchen Pferden wende ich das Körperband an?
Generell kann man das Körperband bei allen Pferden anwenden. Meist tolle Erfolge kann man bei schreckhaften, ängstlichen, unsicheren und jungen Pferden erzielen. Ebenso kann es unterstützend beim Verladetraining und beim Longieren und Reiten umgelegt werden.
Durch ein klareres Körpergefühl werden die Vierbeiner ruhiger, verlieren ihre Angst (die übrigens auch häufig von einem mangelnden Körpergefühl her rührt) und gewinnen an Selbstvertrauen.
Was benötige ich?
> 2 elastische Bandagen oder:
> ein ca. 7m langes, elastisches Seil
Anwendung
Das Körperband wird mit einem Sicherheitsknoten um den Hals des Pferdes gelegt; anschließend knotet man ein zweites seitlich des Widerrists an und führt es zur Hinterhand. Nun windet man das Seil in einer Acht um den Körper des Pferdes und verbindet es mit einem Sicherheitsknoten. Achte darauf, dass das Seil hoch genug über den Sprunggelenken des Pferdes sitzt, damit es sich nicht mit den Hinterbeinen darin verfangen kann, wenn es anfänglich irritiert ausschlägt.


